von stephanie
Mitte Juni flog ich nach Los Angeles um dort eine Rundreise zu beginnen, welche mir der Beschreibung nach die einzigartigen Schätze des Westens der USA näher bringen sollte. Durch den Ausfall eines meiner Flüge konnte ich erst am 2. Tag zur Gruppe stoßen, weswegen ich die Stadtrundfahrt durch Los Angeles leider verpasste. Dennoch besuchten wir noch den Farmers Market in Beverly Hills. Hier gibt es viele verschiedene Einkaufsmöglichkeiten für jeden Geldbeutel. Unsere Reiseleiterin ist gebürtige Österreicherin lebt aber schon seit 30 Jahren in den USA, so konnte sie uns ideal über die Besonderheiten des Lebens in den USA im Vergleich zu dem in Deutschland informieren. Nach dem Farmers Market ging es weiter durch die Mohavi Wüste nach Palm Springs. Wir waren unserem klimatisieren Bus sehr dankbar, denn die Außentemperatur betrug 45ºC im Schatten, nicht gerade die beste Zeit um durch die Wüste zu fahren. Angekommen in Palm Springs gab es die Möglichkeit mit der Gondel auf einen Berg hochzufahren, was ich aber angesichts der Anstrengungen des Tages auschlug. So spazierte ich nur kurz durch die Stadt und aß in einem kleine Restaurant zu Abend. Am nächsten Tag ging es weiter durch die Mohavi Wüste nach Arizona zum Joshua Tree National Park. Hier findet man die Joshua Trees, welche auf der ganzen Welt nur hier wachsen. Dieser Baum sieht aus wie ein viel zu groß gewachsener Busch mit dicken Ästen und nur vereinzelt ein paar Blätterbüschel. Wir hatten Zeit ein bisschen durch die Steinwüste mit den wundersamen Bäumen zu wandern und konnten sogar ein paar Tiere hier und da bewundern. Danach ging es weiter mit ein paar Fotostopps in der Wüste bis nach Williams, wo wir heute übernachteten. Unsere Reiseleiterin wieß uns darauf hin, dass es im Hotelrestaurant eine deutsche Speisekarte gibt, die sehr belustigend sein soll. Natürlich war ich neugierig und entschied mich heute im Hotel zu essen. Die benannte Speisekarte war wirklich sehr amüsant, da sie frei nach Wörtebuch vom Englischen ins Deutsch übersetzt worden war, sodass der eigentliche Sinn völlig entstellt wurde.
Am nächsten Morgen ging es nun zum Grand Canyon. Dort angekommen entschied ich mich für einen Helikopterrundflug. Über diesem imposanten Naturgebilde zu fliegen, raubte mir den Atem. Das kann man nicht beschreiben, sondern muss es selbst gesehen haben. Die riesigen Felswände, die Schlucht die kein Ende zu nehmen scheint und die Farbspiele im Licht und Schatten. Einzigartig! Nachdem wir wieder gelandet waren, konnten wir noch eine Weile am Rand des Canyons entlang spazieren und nochmal den Blick in die Tiefe wagen; beeindruckend. Nachdem wir von Grand Canyon Abschied genommen haben, besuchten wir noch den Lake Powell und dessen Staudamm, wo wir den Colorado River betrachten konnten, der den Grand Canyon geformt hat. Abends ging es nach Kanab, unsere Endstation für den heutigen Tag. Dort erwartete uns ein typisches Westerndinner. Unser Essen mussten wir uns aber erst verdienen. So verkleidetet sich jeder als eine Westernfigur, ob Scheriff, Indianer, Cowboy oder Pionier, alles war vertreten. Nun mussten wir einen kleinen Westernfilm drehen. Ich z.B. musste als Indianer die Cowboys auf meinem Holzpferd angreifen. Am Ende konnten wir unseren Kurzfilm bestaunen und uns dem Abendbrot widmen. Dazu bekamen wir alle Cowboyhuete aufgesetzt. Zu Essen gab es natürliche typisches Westernessen: Steak und Bohnen. Von Weiten konnten wir auch die Waldbrände sehen, die zu der Zeit gerade am Rand des Grand Canyons wüteten. Sehr erschreckend.
Nach einer geruhsamen Nacht ging es am nächtsen Tag zum Bryce Canyon, meiner Ansicht nach der schönste Canyon überhaupt. Von dem roten Sandstein und den von Erosion geformten Gebilden konnte ich kaum meine Augen wenden. Diese einzeln in de Höhe ragenden Sandsteinsäulen sahen aus wie eine ganze Armee. Wir konnten ein wenig in den Canyon reinwandern und diese Gebilde von Nahen betrachten. Anschließend fuhren wir zum Zion Canyon, wo wir nun das erste mal direkt in das Tal des Canyons hineinfahren und dort umher wandern konnten. Diesmal konnten wir die steilen Felswände des Canyons von unten bestaunen, wodurch sie noch höher aussahen, als von oben betrachtet. Nach dem wir den Zion Canyon besichtigt hatten fuhren wir nach St. George in Utah, wo wir die Nacht verbrachten. Abends machten wir es uns mit einem Gläschen Wein, welchen wir als Himbeersaft tarnen mussten, denn Utah ist bekanntlich der Staat der Mormonen, wo Alkohol nur ungern gesehen wird, am Pool gemütlich. Frisch erholt und mit neuem Tatendrang ging es am nächsten Morgen durch die endlose Wüste und das Valley of Fire nach Las Vegas in Nevada. Dort waren es die letzten Tage wohl auch zwischen 45ºC und 50ºC, deswegen beschlossen wir den Nachmittag uns im Hotel zu erholen um dann am Abend, wenn es etwas kühler war an einer Stadtrundfahrt teilzunehmen. Las Vegas ist sagenhaft. Was man sich für sein Hotel einfallen lassen kann ist nicht zu glauben. Wir waren im Excalibur, welches im mitttelalterlichem Stil erbaut ist, d.h. eine Burg und im Inneren Ritter und alle möglichen Dinge, die zum Mittelalter passen, im Luxor, welches eine schwarze Pyramide ist von deren Spitze ein Lichtstrahl den man bis ins Weltall sieht in die Nacht ausgeht , im Tropicana, welches im tropischen und Urwald-Stil erbaut worden ist, im MG Hotel, das einen kleinen Zoo im Inneren besaß, im New York, New York, welches aus der Hochhauskulisse von Manhatten besteht. Dort kann man z.B. im Empire State Buliding wohnen, welches außerdem seine eigene Achterbahn besitzt. Im Inneren des Hotels sind die Strassen von New York nachgebaut worden. Man denkt also wirklich man ist in New York. Dann gibts noch den Cesar Palace, der so riesig ist, dass man sich nur verlaufen kann, wenn man ohne Reiseleitung dort hinein geht. Es ist im antiken Stil erbaut worden. Desweiteren gibt es noch das wunderschönste Hotel von allen: das Venezia. Dort hat man einen Fluss angelegt, welcher durch das gesamte Hotel fließt und auf dem Gondeln fahren. Ebenso wurde der Marcus Platz nachgebaut und ein künstlicher Himmel geschaffen. Man denkt wirklich der ist echt und überall wurden die Strassen wie in Venedig gebaut, die Brueckenebenso. Man hat wirklich nicht den Eindruck, dass man sich in den USA befindet, sondern wohl eher in Europa. Vor dem Hotel wurde ein riesengroßer Springbrunenn erbaut, wo es alle 15 Minuten eine große Wassershow zu dem Lied „Time to say Good Bye“ von Bocelli yu bestaunen gab. Traumhaft. Desweiteren befindet sich auf dem Las Vegas Strip noch das Paris, in dem der Eifelturm nachgebaut wurde, das Alladins, welches im orientalischen Stil erbaut wurde und unzählige weitere Hotels. Nach der Besichtigung dieser berühmten Hotelstraße fuhren wir nach Downtown, wo wir die größte Mediashow der Welt anschauen konnten. Diese wurde an die Decke einer Einkaufspassage projeziert. Am Ende konnten wir keine Casinos mehr sehen und unsere Ohren dröhnten von dem ganzen Geklimper. Den nächsten Tag hatten wir zur freien Verfügung. So sind wir also in der Hitze los und haben uns die Hotels nocheinmal genauer angeschaut. Es war so heiss, dass man sich alle 10 Minuten in einem kühlen Hotel ausruhen musste. Abends sind wir nocheinmal auf den berühmten Strip gefahren, um alle Hotels ein letztes Mal im Lichtermeer zu sehen. Wieder ein beeindruckendes Erlebnis. Am nächsten Morgen ging es nun weiter durch die Wüste von Nevada zurück nach Kalifornien, nach Fresno. Inzwischen hatte uns die Hälfte unserer Reisegruppe verlassen und neue Leute sind dazugekommen. Endlich in Fresno angekommen konnten wir wieder grüne Landschaften sehen. Eine erfrischende Abwechslung nach den ganzen Wüstenimpressionen. Am folgenden Tag fuhren wir von Fresno nach Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien, welche mir sehr gefallen hat. Dort waren wir in der Spaghettifactory essen, haben uns die im Western-Stil gehaltene Altstadt angeschaut und sind am Abend von den Anstrengungen der letzten Tage erschöpft ins Bett gefallen. Am nächtsen Morgen fuhren wir schon nach San Francisco, die Traumstadt schlecht hin. Nicht typisch amerikansich, da man fast alles zu Fuß erreichen kann. Es war auch angenehm kühl (nur noch 20Grad) was wir ja nun gar nicht mehr gewöhnt waren. In San Francisco haben wir den Hafen besucht, die steilen Hügel, die man aus dem Fernsehen kennt bestiegen, die berühmte Blumenstraße, in welcher sich die Autos im Slalom den Hügel runterwinden fotografiert und vieles mehr von der Stadt gesehen. In unserem Hotel haben wir im 10. Stock gewohnt, sodass wir einen fantastischen Überblick über die Stadt hatten. Am nächsten Tag sind wir mit der Fähre nach Sauselito, ein kleines niedliches Kuenstlerstädtchen gefahren um dort über die im berühmten Nebel getauchte Golden Gate Bridge zurueck nach San Francisco zu laufen. Dort hatten wir den Rest des Tages zur freien Verfügung. Da gerade der „Tag der frischen Luft“ war (ein Tag, an dem die Menschen animiert werden sollen, mehr oeffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und weniger Auto zu fahren) waren alle öffentlichen Verkehrsmittel umsonst. Und so sind wir mit dem berühmten Cable Car einmal von Anfangs- bis Endstation über die Hügel gefahren sowie abends nochmal bis nach Chinatown. Schon am nöchsten Tag mussten wir San Francisco wieder verlassen und sind nach Monterey, die frühere Hauptstadt von Kalifornien gefahren, welche einen sehr anmutigen Charme versprühte. Danach fuhren wir nach Carmel, wo viele Prominente leben um danach entlang des berühmten 17-Meilen Drive, an den millionenteuren Villen entlang nach Pismo Beach, wo wir übernachtet haben zu fahren. Am folgenden Tag fuhren wir zunächst nach Santa Barbera und danach zurück nach Los Angeles, mit Zwischenstopp in Santa Monica am Strand. Am Abend gab es noch eine Abschiedstour durch Los Angeles bei Nacht, wo ich dann nun auch endlich den Walk of Fame mit den vielen Sternen und das Kodak Theater, wo die Oscar verliehen werden sehen konnte. Danach mussten wir uns von unserer Reiseleiterin verabschieden. Da ich erst am übernächsten Tag zurückfliegen sollte, nutzte ich den letzten Tag um in die Universal Stuidos zu fahren. Es war wirklich interessant zu sehen, wo Desperate Housewifes, CSI Miami und allerhand Filme gedreht werden und wurden. Ich habe mir außerdem eine Special Effects Show, eine Wasser- und Stuntshow sowie eine 3D Show des Terminators angeschaut. Außerdem bin ich durch den Jurassic Parc gefahren und habe sogar einen Schauspieler gesehen. Ein schöner letzter Tag. Und so flog ich mit vielen beeindruckenden Erlebnissen in meinem Kopf zurück. Eine Reise die ich jedem empfehlen würde.